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Neuverliebt: Warum wir nicht ohne Marimekko wollen


Ich sag´s ganz offen: Fast unbemerkt ist die Marke Marimekko in den letzten Monaten im Shop ein wenig dahinge­schlummert.

Ich hatte sie neben all unseren schönen Marken und Neuent­deckungen einfach nicht mehr richtig auf dem Schirm.

Und dann kam Suvi! Als unsere Marimekko-Repräsentantin ihre Kollektion auspackte, war es sofort wieder da: dieses magische Marimekko-Gefühl.

Da ich gar nicht genau benennen kann, woher dieses Kribbeln eigentlich kommt, haben wir uns mal etwas näher mit der Marke beschäftigt.

Ich freue mich riesig, wenn ihr mit eintaucht, die Geheimnisse dieser Marke zu entdecken – und wenn etwas Bauchkitzeln auf Euch abfärbt.

Schließlich muss es ja einen Grund geben, warum das Allerheiligste der finnischen Modewelt in einer lichten Fabrikhalle im Osten Helsinkis liegt …

 

Der Marimekko-Magie auf der Spur

Ganz klar hat die Gründerin Armi Ratia entscheidenden Anteil am weltweiten Erfolg der legendären Marke Marimekko.

Sie war eine visionäre Frau und schrieb schon als 14-Jährige die Philosophie nieder, auf der ihr später in 1951 gegründetes Unternehmen basieren würde:

Es gibt nur eine Pflicht – die Schönheit
Es gibt nur eine Wirklichkeit – den Traum
Es gibt nur eine Kraft – die Liebe

Armi Ratia war ein Charakterkopf: Bekannt war sie für ihre großen Feste – und für ihre gelegentliche Unberechenbarkeit.

Neben Temperament, Durchsetzungsvermögen, Ecken und Kanten hatte sie aber vor allem eines: einen großzügigen Charakter. Sie war mitfühlend und immer für ihre Mitarbeiter da.

So spendierte sie beispielsweise einem gerade aus dem Krankenhaus kommenden Angestellten zur Erholung mal kurz eine Reise in den Süden.

Wie ihre Erfolgsgeschichte begann?

Statt mäßig erfolgreich Wachstücher zu verkaufen, wollte sie eine kühnere Zukunft für die kleine Textildruckerei ihres Mannes Viljo.

Um ihre Textildesign-Vision zu erfüllen, bat sie vielversprechende junge Künstler, neue, auffällige Muster zu kreieren.

Das Problem: Die Stoffe gefielen, aber niemand wollte sie kaufen.

Doch Armi war beharrlich und kreativ – und spätestens als ihre Kleider Jackie Kennedys Herz eroberten, war der internationale Weg frei für eine der ersten Lifestylemarken der Welt.

Heute werden in der Textilfabrik, die immer noch Herzstück und Hauptquartier von Marimekko in Helsinki ist, jährlich unglaubliche 1,5 Millionen Meter Stoff gedruckt.

Finnlands heimliche Zweitflagge

Auf Deutsch heißt Marimekko Maries Kleid und das Logo ist inspiriert von der Schönheit und Einfachheit der Olivetti-Schreibmaschinen-Buchstaben.

Das berühmteste Marimekko-Muster ist das Unikko-Design. Übersetzt heißt es Mohn und Maija Isola hat es 1964 aus Protest entworfen, nachdem Armi Ratia verkündet hatte, niemals würde Marimekko ein Blumenmuster drucken.

Nun, es wurde eine ganze Serie wunderschöner floraler Prints daraus und heute steht dieses Muster sinnbildlich für die Kreativität, den Mut und den Glauben an sich selbst – Werte, die Marimekko bei seinen Mitarbeitern stets gefördert hat.

Da das legendäre Mohnblumen-Design fast als Zweit-Flagge Finnlands durchgeht, ist die einzigartige Partnerschaft von Marimekko und Finnair nur konsequent: Zwei Flugzeuge mit Unikko- und Kivet-Sonderbemalung fliegen von Helsinki zu Finnairs Langstreckendestinationen.

Die Passagiere aller Finnair-Flüge können sich außerdem auf Textilien und Geschirr mit Marimekko-Muster freuen.

Geballte Frauenpower

Marimekkos Geschichte ist auch eine von geballter Frauenpower: Was Vuokko Eskolin-Nurmesniemi, die 1953 als Designerin zu Marimekko kam, mit ihren radikal locker sitzenden Kleidern für finnische Frauen tat, ist mit dem vergleichbar, was Coco Chanel für Frankreich tat:

Frauen konnten sich endlich frei bewegen.

Revolutionär auch, was Annika Rimala in der ganz besonderen Ära der 68er schuf. Ihr zeitloses Streifenmuster Tasaraita steht als legendäres Symbol für Gleichberechtigung und Frauenpower, denn das Unisex-Design ist für jeden geeignet – unabhängig von Alter oder Geschlecht.

Auch die finnische Unternehmerin Kirsti Paakkanen ist ein bedeutender Teil der Firmengeschichte. Sie wollte sich 1991 eigentlich schon in Südfrankreich zur Ruhe setzen, als Marimekko in Schieflage geriet und sie nicht anders konnte, als einzusteigen und das Finish Design House erfolgreich zu seinen Wurzeln zurückzuführen.

So sind viele inspirierende (Frauen-)Geschichten voller Kreativität und persönlichem Wachstum fest mit Marimekko verbunden – und das hat auch mit den Firmenwerten zu tun.

Lebe – tu nicht nur so, als ob

Marimekko ermutigt seine Mitarbeiter, sie selbst zu sein: Schlüpf nicht in Rollen, spiel niemandem etwas vor.

Die weiteren Firmenwerte sind genauso cool:

  • Fairness für alle und alles: Denn nur dann kann jeder den Mut haben, mit »kräftigen Strichen zu malen« und direkt zu sagen, was er denkt. Straight Talk erreicht viel mehr, als wir gemeinhin annehmen …
  • Gesunder Menschenverstand: Nur er schafft klare Produkte, die den Job erledigen. Ohne Firlefanz.
  • Dinge gemeinsam erleben: Weil es in guter Gesellschaft einfach immer mehr Spaß macht. In Finnland gibt es eine Redensart dafür: »Wir lassen unsere Freunde nicht zurück.«
  • Fun: Muss man mehr dazu sagen?

Marimekko-Wunschliste 😇

Oiva steht im Finnischen für prächtig – und das ist es definitiv auch, das von Sami Ruotsalainen entworfene Steingut-Geschirr.

2009 kam es in die Läden und war sofort ein Hit.

Die meisten Produkte sind spülmaschinen-, mikrowellen-, gefrierschrank- und sogar ofenfest.

Wir lieben es in klassischem Weiß (immer eine gute Idee) oder bedruckt mit dem Muster grandioser Serien:

  • Siirtolapuutarha – bei der Schrebergarten-Serie erzählt Designerin Maija Louekari mit jedem einzelnen Stück eine Geschichte vom Wachstum und der Schönheit der Natur.
  • Räsymatto – als Teil der Siirtolapuutarha-Erzählung repräsentiert das Kreis-Design eine Station von Louekaris Stadtbummel in einer Gartenhütte: Auf einem gewebten Flickenteppich lassen Sonnenstrahlen Figuren tanzen. Das beliebte Muster findet sich nicht nur auf Geschirr, sondern auch auf Bademänteln, Handtüchern, Kissen und Decken.
  • Hortensie – das schwarz-weiße Blumen-Design von Carina Setz-Anderson überrascht mit der Kombination aus grafischen Strukturen und unerwarteten organischen Blütenformen.

Na, und dann gibt es noch all die anderen wunderbaren Zungenbrecher, gebannt auf hypnotische Stoffe:

  • Puutarhurin (finnisch für Gärtner) bringt auf Geschirrtüchern die leckersten Anblicke und Aromen aus der Ernte eines ganzen Jahres in Deine Küche.
  • Veljekset erzählt von finnischen Wäldern, Fabelwesen und Tieren. Maija Louekari hat das Design zur Feier des 100. Jahrestages der Unabhängigkeit Finnlands entworfen.
  • Und wunderschöne Kissen, wie Kivet Pienet (kleiner Stein), Pieni Unniko (kleine Mohnblume), Tiiliskivi (Ziegel), Kaivo und die Streifen-Designs Varvunraita und Juhlaraita.

 

   

Ganz besonders finden wir auch die mundgeblasenen Vasen Ming, Urna und Flower – sie sind gemacht für ein ganzes Leben.

Wie alles von Marimekko strahlen sie diese Magie aus, weshalb wir nicht mehr ohne sie wollen: Wir verbinden positive Gefühle damit – Freude, Licht … Und genau das bringt uns dazu, uns in diese Produkte verlieben und uns gut darum kümmern. Abseits von kurzfristigen modischen Trends und so, dass wir langfristig Freude damit haben.

Bauchkitzeln angekommen? 😍

Ich wünsche Dir viel Freude mit der legendären Kultmarke Marimekko!

PS: Bist Du ein Glückskind, legen wir aktuell Deiner Marimekko-Bestellung eine Räsymatto-Stofftasche gratis bei. (Ab 39 € Bestellwert der Marke Marimekko, nur solange der Vorrat reicht.)

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2 Kommentare

  • Antworten Julia 29. Juni 2018 um 10:44

    Hach danke für diesen interessanten Artikel. 🙂

  • Antworten Ines von Sukhi 13. Juli 2018 um 13:46

    Oh das Geschirr ist ja toll! Kein Wunder, dass ihr nicht ohne wollt. Richtig schön!

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