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Katjas Schlüsselmoment: Die Gründungsgeschichte von Geliebtes Zuhause

Vom ersten Funkeln in den Augen bis zur Umsetzung einer fixen Idee: Niemand könnte die Geschichte von Geliebtes Zuhause besser erzählen als Katja: Mit ihr hat alles begonnen – und bis heute ist sie das Herzstück von allem. Erfahre mehr über Schlüsselmomente, Stolpersteine und Gurkensandwiches im

 

Interview mit der Gründerin von Geliebtes Zuhause

Ein strahlender Tag im August. Wir sitzen in der hellen Geliebtes Zuhause-Küche. Katjas einjähriger Sohn Jesper Storm ist mit von der Partie – und hat schon mal fröhlich alle Textmarker auf dem Boden verteilt. Ab und zu schwirren Kollegen rein, um einen Kaffee zu holen. Die Stimmung ist locker, familiär.
Als Jesper Storm quengelig wird, dreht Geschäftsführer Marco mit ihm eine Runde durch´s Lager. Grinsend übergibt er bei merklich ansteigender Lautstärke ziemlich bald an Papa Ralf. 😉

 

Katja, was war Dein Schlüsselmoment zur Gründung von Geliebtes Zuhause?

Alles fing damit an, dass ich in unserer Stadt diesen wunderbaren Laden entdeckte. Hier fühlte ich mich sofort so wohl, dass ich da mindestens 1 x pro Woche aufkreuzte – und mein ganzes Geld ausgab. 🙈

Irgendwann zwinkerte mir mein Mann Ralf zu und meinte: »Wenn Du so weitermachst, kannst Du bald selbst einen Laden aufmachen.«
Da machte es »Pling« bei mir und ich dachte nur: »Warum nicht?«

Ich arbeitete damals im Kundenservice und Verkauf bei Weststyle – dem Weber Grill-Markenshop, den Ralf gemeinsam mit seinen Freunden Kai und Marco führt.
Das bedeutete, theoretisch könnten wir im Laden ein kleine Ecke für mich freiräumen. Und die Jungs kannten sich schließlich mit Online-Shops aus. Also, warum nicht einfach mal machen?

Dann ging alles recht flott: Wir fanden schnell den passenden Namen, Marco sicherte die Domain. Das erste Logo bastelte ich selbst – im Scrapbook-Style. Na, und Frank, der technisch schon den Weststyle-Shop erstellt hatte, baute uns den Geliebtes Zuhause Online Shop.

 

Was war der erste Meilenstein?

Das war definitiv die erste Messe in Frankfurt: Um Eindruck zu machen, zog ich hochhackige Schuhe an – und lief mir eine dicke Blase. 😅
Die Marke Greengate war die erste Marke, die ich unbedingt im Shop haben wollte. Also erzählte ich ihnen, was ich vorhatte: Ich wollte Greengate verkaufen – online und in meinem klitzekleinen Laden.
Meine Ansprechpartnerin Monica war nicht sofort überzeugt. Die Mindestorder betrug außerdem 1.000 €. Wir zuckten kurz.
Aber dann dachte ich: »Alles, was wir nicht verkaufen, nehm ich einfach selbst mit nach Hause.«

Auf dieser Messe orderten wir außerdem bei House Doctor, Spiegelburg, Ib Laursen, krima & isa, Busse Seewald, Maileg, Madam Stoltz und Rice – das waren unsere allerersten Marken.
Wieder im Laden, stellte ich die Artikel in den Onlineshop ein: alles alleine und alles nebenbei. Denn wenn die Ladentür sich öffnete, verkaufte ich ja Grills …

Am Anfang kannte natürlich niemand den Shop. Doch plötzlich, nach etwa 5 Tagen, rief Marco durchs Büro: »Wir haben was verkau-auft!« 🕺

Und so schickte ich mein erstes Kundenpäckchen auf die Reise – ein Buch aus dem Busse Seewald-Verlag. Ich war happy!

 

Welche Hürde musstest Du nehmen?

Ich startete sofort auch mit meinem Blog und dadurch wurde der Shop schon bald ein wenig bekannter. Das größte Problem war allerdings, dass ich weiterhin alles alleine und nebenbei machte. Und meine Tochter Hannah gab´s ja auch noch, sie war damals erst 6 und verlangte auch nach viel Zeit mit mir.

Also machte ich Druck bei meinen Chefs Ralf und Marco – die mir daraufhin meine Weststyle-Kollegin Claudi als erste Geliebtes Zuhause-Mitarbeiterin in Teilzeit genehmigten.

Claudi ist heute noch dabei – und das ist total schön! Ich habe ein paar Fotos gefunden von 2008 – da hatten wir unser erstes richtiges Fotoshooting im Geliebtes Zuhause-Laden … Ich lache mich jedes Mal kaputt, wenn ich die Bilder sehe – das war so ein lustiger Tag!

 

Was sind die »Probleme« Deiner Kunden und was befähigt Dich, diese zu lösen?

Meine Kunden suchen etwas Besonderes: ein Highlight, eine spezielle Marke, Trends. Kein 08/15. Und wir – wir können sie bedienen.
Ich glaube, dass in unserem breiten, schönen Sortimente wirklich jeder etwas findet, was ihm gefällt – egal, ob shabby, clean, für Kinder, Außergewöhnliches …

Ich überlege mir vor Messen immer, was noch fehlt im Sortiment. Und das könnte genauso heißen: »Was fehlt in meinem eigenen Zuhause?« Denn nach wie vor denke ich: »Wenn sich´s nicht verkauft, nehm ich’s halt selbst.«
Ich glaube, meine Kunden spüren, dass ich nur Sachen verkaufe, die ich selber mag. Und dass mein Shop für mich wie ein Paradies ist.

Auch stand ich von Anfang an im öffentlichen Dialog mit meinen Kunden. Mir gefällt es total, sie einzubeziehen und sofort Reaktionen zu erhalten. Die vielen Kommentare von Kunden sind für mich das schönste Kompliment. Und sei es »nur«, weil ich ihnen wirklich folge und ihre Kommentare wirklich lese.

 

Dein schönster Geliebtes Zuhause-Moment bisher?

Das war der Shop Relaunch in 2015. Irgendwann war einfach alles zu klein und altbacken geworden. Doch jetzt zeigt unser Onlineshop ein neues Gesicht: Der Shop ist cleaner und erwachsen geworden.

 

Besonders für mich ist, dass ich über die Jahre so viele Hersteller persönlich kennengelernt habe – die Menschen hinter den Marken. So wurden aus Handelspartnern Freunde, mit denen wir heute privat zusammensitzen, gemeinsam kochen, lachen – und ein Gurkensandwich essen. Mit Tine, Charlotte, Lars … das sind klasse Momente!

 

Und das Allerschönste: Dass ich das alles gemeinsam mit meinem Mann Ralf machen kann. Dass wir 24 Stunden lang zusammen sein können – und es funktioniert. ❤️

Stolz bin ich auch auf mein Team und wie sich alles entwickelt hat. Am Anfang ist es gar nicht so leicht, etwas aus der Hand zu geben und sein »Baby« jemandem anzuvertrauen. Ich würde auch niemals alles komplett an eine Agentur abgeben, sondern nur an Menschen, die das auch wirklich mit Herz machen.

 

Was sind Deine Pläne?

Nach einem Jahr Elternzeit freue ich mich jetzt total darauf, wieder tiefer reinzugehen, mich wieder mehr mit den Artikeln zu beschäftigen und coole, neue Sachen zu entdecken. Ich bin hoch motiviert, hab mindestens tausend Ideen im Kopf und bin für alles bereit!

Und privat träume ich natürlich immer noch vom eigenen Haus, wo ich mich verwirklichen kann. Da werde ich dann online alle mitnehmen! Und kochen werde ich dort mit Riess-Töpfen, es wird artek-Hocker geben … ach, von allen 60 Marken wird was dabei sein. Viele passende Artikel aus den Kollektionen der letzten Jahre warten originalverpackt in meinem Schatzkeller auf mein kommendes eigenes Geliebtes Zuhause.

 

Vielen Dank für das Interview, Katja. Schön zu sehen, wie beim Erzählen Deine Augen funkeln – bestimmt genauso wie damals! 💫 😍

Und Ihr könnt jetzt mal auf Facebook vorbeischauen, denn dort hat Katja 5 Highlights aus dem Shop rausgesucht, die Ihr einfach über einen Kommentar gewinnen könnt. Außerdem schenken wir Euch bis Montag »Versandkostenfrei« (deutschlandweit), denn wir feiern gerade über 200 tausend Facebook-Fans – die wie wir ihr Zuhause lieben. ❤️

Das Interview führte Bärbel Geldermann.

 

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6 Kommentare

  • Antworten Tina 10. September 2017 um 7:48

    Liebe Katja,

    was für eine schöne Geschichte, die zeigt, das Träume wahr werden können. Ich mag Euren Shop sehr gerne. Verrätst Du mir, woher das tolle schwarze Tuch mit der Blume ist?

    Liebe Grüße und weiterhin viel Glück
    Tina

    • Katja
      Antworten Katja 10. September 2017 um 15:55

      Liebe Tina,

      herzlichen Dank 🙂
      Das Tuch hab ich beim Flohmarkt ergattert, ist ein älteres Model 😉 liebe Grüße, Katja

  • Antworten Anna 11. September 2017 um 7:15

    ❤️❤️❤️ So schön😍

    • Katja
      Antworten Katja 13. September 2017 um 5:34

      Danke liebe Anna 😘

  • Antworten Gerda 12. September 2017 um 13:28

    Das ist wirklich eine schöne Geschichte über die Entstehung Deines online-shops. Und wie gut für all die Fans des nordischen Wohnstils, so wie ICH!!!!! Findet man doch bei Dir all die schönen Dinge aus den vielen Wohnmagazinen und -büchern. Aber manchmal weiss man dann nicht mehr, wann man aufhören soll. Der arme Geldbeutel!!!

    • Katja
      Antworten Katja 13. September 2017 um 5:36

      Danke liebe Gerda für das nette Feedback! … Dein „Problem“ kenne ich nur zu gut 😉

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